Erziehungsspiele

Erziehungsspiele im Lexikon -die Bedeutung

Als Erziehungsspiele werden alle Rollenspiele unter Erwachsenen verstanden, bei denen eine Person spielerisch versucht, eine andere Person durch Schläge oder andere „Strafmaßnahmen“ zu „verbessern“, während dieser die Strafen lustvoll oder demütig empfängt.

Umstritten ist, ob die Person, auf die solche Maßnahmen einwirken, sie „in der Jugend“ tatsächlich erlebt oder erlitten hat oder ob die „Unterwerfung“ etwas mit sinnlichen Gelüsten zu tun hat.

Die Strafe kann auf verschiedene Weise vollzogen werden: Ăśblich ist, dass es nur zwei Beteiligte gibt, meist eine Frau und ein Mann, jedoch werden je nach Szenerie auch Erziehungsspiele unter Anwesenheit Dritter ausgefĂĽhrt.

Erziehungsspiele drehen sich um Disziplin und Gehorsam. Meist werden Schamgefühle bewusst verletzt. Oftmals wird Reue gefordert, die aber nicht zu früh einsetzen darf, weil das „Betteln um Strafmilderung durch Reue“ oftmals zum Spiel gehört.

Theorie der Erziehungsspiele

Solange entsprechende Spiele im privaten Rahmen durchgeführt werden, dienen sie überwiegend der Erfüllung von Fantasien, in denen beide Partner Rollen spielen, die sie sonst nicht ausleben. Im Gegensatz zu andren Spielen ähnlicher Art steht die „Erziehung“ im Vordergrund. Obgleich der Begriff etwas schwammig ist, steht die „Tilgung der Tat“ durch Scham, Schmerz und Reue im Mittelpunkt. Meist wird dies zu Anfang durch schamvolles Entkleiden, im Mittelfeld durch sich in der Intensität steigernde Schläge und am Ende durch Demutsbezeugungen, Eckenstehen oder Tränen erreicht. Sexuelle Komponenten kommen zum Tragen, falls der/die Gezüchtigte „schmerzgeil“ ist, oder wenn die Bestrafung allein zu dem Zweck durchgeführt wurde, um die Lust zu steigern.

Fantasie und Praxis

In der Fantasie sind Erziehungsspiele bei Frauen und Männer beliebt, und zwar in beiden Rollen. In der Praxis versuchen es aber deutlich weniger Paare oder Einzelpersonen. Eines der Probleme ist, den Alltag abzukoppeln und sich ganz dem Spiel hinzugeben. Dazu müssen Ausnahmesituationen geschaffen werden - deshalb spricht man von „Rollenspielen“. Im Extremfall werden dazu Kostüme getragen und bühnenbildähnliche Szenarien aufgebaut. Ein Teil davon bedient die BDSM-Szene - und manche entsprechend ausgestattete Räume können auch von Paaren gemietet werden. Die Strafen werden zumeist mit den Mitteln vollzogen, die der Rolle entsprechen, also mit der Hand, mit einem Pantoffel,einer Haarbürste (1) einem „Ausklopfer“. Der Rohrstock ist gefürchtet und nicht leicht zu beherrschen und er wird deshalb von erfahrenden Rollenspielern bei „schweren Vergehen“ genutzt, ebenso wie die Peitsche.

(1) mit der glatten Rückseite, besonders in englischsprachigen Ländern erden solche Bürsten bevorzugt.

Professionelle Dienstleister(innen)

Wegen des Mangels an Frauen, die Erziehungsspiele mit Männern durchführen wollen, haben professionelle Dienstleisterinnen (sogenannte „Dominas“) und manche Huren entsprechende Rollenspiele im Angebot - sie verfügen meist auch über Räume, in denen diese Illusionen ausgespielt werden.

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