Objektivität

Objektivität in diesem Lexikon

Angeblich sind Online-Lexika „objektiv“ – so jedenfalls der Anspruch, den sie an sich selbst stellen. Dabei ist Objektivität ein sehr dehnbarer Begriff, denn kaum eine menschliche Regung kann anhand von „Sachverhalten“ beschrieben werden. Insofern kann es keine „Neutralität“ des jeweiligen Standpunkts geben.

Die Sichtweise dieses Lexikons ist also nicht objektiv, und jeder Versuch, sie objektiv zu gestalten, würde nur zu neuen Verfälschungen und Irrtümern führen.

Die neue Art von Online-Lexika

Die neuen Online-Lexika basieren größtenteils darauf, dass man Autoren schreiben lässt, die glauben, etwas von dem zu verstehen, über das sie schreiben. Das war zuvor nicht so - die alten Lexika wurden von Redakteuren geschrieben. Das „Expertentum“ führte zunächst dazu, dass man sich in Details verlor, und schließlich dazu dass immer mehr angebliche „Insider“ ihre Sichtweisen einbrachten.

Um „Vielfalt“ sicherzustellen, bedient man sich allerlei Quellen, die dies beweisen sollen - oftmals aber aus dem eignen Lager stammen. Dies gilt auch für Querverweise und Quellen.

Dagegen ist nichts einzuwenden, sofern es sich bei den Quellen um Fakten handelt - bei vielen Themen ist dies aber schon deshalb nicht gewährleistet, weil es sich nicht um gesicherte Erkenntnisse handelt, sondern um relativ gefestigte, gleichwohl aber nicht beweisbare Meinungen. Besonders in den Geisteswissenschaften ist dies allgemein üblich - mal wird das „ehrwürdige Wissen“ zu lange konserviert, mal überrascht man uns mit immer neuen Thesen.

Weg mit der Pseudo-Objektivität

Die Autoren dieses Werkes wehren sich auch dagegen, ständig „Quellen“ als „Beweise“ zu zitieren und was dergleichen entspricht. Statt objektiver zu werden, wird damit nur eine Pseudo-Objektivität erzeugt, die der Meinung einzelner Gruppierungen oder Wissenschaftsrichtungen folgt. So werden beispielsweise in der Psychologie ständig neue Meinungen als Forschungsergebnisse verbreitet, deren Bestand fragwürdig ist. Auf dem Gebiet der reinen Ideologie sieht es noch schlimmer aus: Im Internet versuchen Gruppen, die eigenen Standpunkte gegenseitig zu verifizieren, sodass am Ende eine Pseudo-Realität entsteht. Von dieser Masche sind auch an sich seriöse Online-Lexika nicht frei.

Wir, die Autoren, erkennen dies daran, weil wir seit fast 20 Jahren an Lexika arbeiten und dabei erfahren müssen, wie schnell Begriffe sich wandeln oder vereinnahmt werden. Selbst „Weihnachten“ ist seit der Definition in Online-Lexika vollständig zu einem Christenfest geworden – der heidnische Charakter wird einfach weggeleugnet.

Unsere Quellen – insbesondere rare historische Quellen - reichen weiter als bis in die hintersten Winkel des Internets.

In diesem Sinne – erwarten Sie keine Objektivität, sondern eine geistreiche Auseinandersetzung mit den teils heiklen Themen, die hier behandelt werden.

Eine Anmerkung zu Ă„nderungen ab 2020

Als sehpferd das erste Lexikon dieser Art entwarf (Ungefähr gegen 2002), waren Online-Lexika noch zurückhaltend mit erotischen Themen - heute werden sie davon überflutet. Entsprechend haben auch wir unsere Zurückhaltung geändert und reden offen, fair und sachgerecht über erotische und sexuelle Themen, ohne auf herrschende Ideologien und Mainstream-Meinungen hereinzufallen. Dies gilt besonders für Gender-Ideologen oder für ideologisch geprägte sexuelle Gruppenmeinungen. Wie immer, mischen wir keine kommerziellen Interessen mit Informationen und halten auch die Werbung so knapp wie möglich.

Ans Herz gelegt:


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