Züchtigung

Allgemeines über die Züchtigung

Züchtigung ist ein veraltetes Wort für die Körperstrafe. Die Worte „Zucht“ („Zucht und Ordnung“) Aufziehen und „Züchtigung“ sind eng miteinander verbunden. Wer in angeblich „geordneten Verhältnissen“ leben will, muss strenge Selbstzucht üben, damit er in Anstand und Sittsamkeit leben kann, ansonsten begeht er möglicherweise „Unzucht“. Gelingt ihm dies nicht, und erreicht ihn die Hand eines Erziehers, der ein Recht daraus beansprucht, ihn auf den „rechten Weg“ zurückzuführen, so „züchtigt“ dieser die Person.

Diese „Züchtigung“ wurde oftmals durch Schläge vollzogen. Männer nahmen sich das Recht gegenüber Frauen heraus, und der Herrschaft war es erlaubt, die Domestiken zu züchtigen. Dazu kam die „häusliche Züchtigung“ und später (bei Einführung der Schulpflicht) die schulische Züchtigung. In der Erotik ist „Erziehung“ ein gebräuchliches Synonym für Züchtigungen.

Züchtigung als frivoles Rollenspiel

Daneben existierte die Züchtigung als frivoles Spiel, das mal aus Neugierde am nackten Fleisch ausgeführt wurde, dann aber auch aus erotischer Lust (Schmerzlust) betreiben wurde. Als besonders erregend gilt, vom anderen Geschlecht geschlagen zu werden, und zwar möglichst in einem erotisch gefärbten Zusammenhang.

Das ist bis heute so. Die Mehrzahl aller erotischen Züchtigungen basiert auf Rollenspielen, in denen sich ein an sich starker Partner spielerisch unterwirft, sich „züchtigen lässt„ und dabei die Situation selbst und den Schmerz genießt.

Wie eine Züchtigung empfunden wird, hängt von der Art und Intensität der Züchtigung ab, aber auch von der Qualität des vollziehenden Rollenspielers und der Umgebung, in der sie stattfindet.

Züchtigungen zur "Reinigung" der Psyche

Manchmal werden Züchtigungen auch als erotische Strafen eingesetzt, die, der Beichte nicht unähnlich, zur Reinigung der Psyche dienen sollen.

Tools

Ans Herz gelegt:


Alle Beiträge © 2007 - 2017 by liebesverlag.de
Kontaktseite, Impressum und Telefon-Nummer