Strafen

Erotische Strafen

Normalerweise wird jemand bestraft, wenn er gegen allgemein geltendes Recht verstoßen hat, aber auch dann, wenn er vereinbarte Grenzen ĂŒberschritten hat.

Auf dem Gebiet der Erotik kann es aber auch die Lust daran sein, sich einem anderen zu unterwerfen, und alles zu lieben, was von seiner Hand ausgeht, seien es Herausforderungen oder DemĂŒtigungen, ZĂ€rtlichkeiten oder SchlĂ€ge. DarĂŒber hinaus kann die „Schmerzgeilheit“ eine Person dazu verleiten, immer wieder nach Strafen zu gieren.

Erotische Strafen zur Luststeigerung

Heute werden erotische Strafen zumeist in Rollenspielen zur Luststeigerung genutzt. Dabei kommen sehr unterschiedliche Strafen zur Anwendung, von denen die Körperstrafen zugleich die heftigsten und sinnlichsten sind. Zumeist wird das „Vergehen“ konstruiert, um die Strafe vollziehen zu können. In vielen FĂ€llen wird versucht, die Strafen innerhalb einer Spielhandlung als Ritual abzuhandeln. Dann spricht man auch von einem erotischen Rollenspiel.

Strafrituale im großen Rollenspiel

Die Elemente können sein:

1. Das Eingestehen der Schuld, oft nach anfĂ€nglichem Leugnen. 2. Eine Belehrung darĂŒber, wie ungebĂŒhrlich das Betragen vor oder eine Beschimpfung wegen des Betragens. 3. Der Festlegung des Strafmaßes durch den Strafenden, das unverhandelbar ist. 4. Die DemĂŒtigung, zumeist durch Entkleiden. 5. Der Vollzug der Strafe. 6. Der Dank fĂŒr die Strafe. 7. Das Nachdenken ĂŒber die Strafe, zum Beispiel durch Knien oder Eckenstehen.

Die Lust an der erotischen Strafe liegt dabei zumeist darin, sich völlig an den Strafenden auszuliefern und letztendlich zu genießen, von seiner/ihrer Hand gestraft zu werden.

Strafen - Direkte und indirekte erotische BezĂŒge

Im Grundsatz kann man unterscheiden zwischen Strafen, die einen direkten erotischen Bezug haben, solchen, die vor allem dem Lustschmerz dienen und solchen, in denen ganz bestimmte Rollen nachgespielt werden, mitsamt dem Umfeld, das diesen Rollen eigen ist und einer intensiven psychologischen Beeinflussung (RĂŒckfĂŒhrung in die kindliche AbhĂ€ngigkeit).

Beispiele: 1. Der direkte erotische Bezug zur Strafe wird am besten durch „Reizen und verweigern“ beschrieben, einer Verfahrensweise, in der die Partner aufs Höchste gereizt werden, um ihnen dann immer wieder die Befriedigung zu verweigern. Das Spektrum dieser Spiele ist unendlich groß und kann deshalb hier nicht vollstĂ€ndig erörtert werden. Die Strafe liegt in der Qual, dauernd sexuellen Reizen ausgesetzt zu sein, aber niemals Befriedigung zu erlangen. Siehe auch edging
2. Der reine Lustschmerz entsteht individuell durch Fesselungen, Bisse, Kratzer, HandschlĂ€ge, Tritte und Hiebe. Er wird aber durch die DemĂŒtigungen der geliebten Person verstĂ€rkt und vertieft. Die Wirkung solcher Strafen kann nur der ermessen, der sie empfĂ€ngt, weil nur er eine Aussage ĂŒber die Lust abgeben könnte, die ihm die SchlĂ€ge bereiten.
3. Das große Szenario besteht aus einer „BĂŒhne“ mit Requisiten, einer passenden Bekleidung, einer als Schauspieler hervorragend agierenden Person und einer Szenerie, die eine „klassische“ Bestrafung beinhaltet. Es geht also vor allem darum, den zu Strafenden in die psychologische Situation hineinzuversetzen, in der er glaubwĂŒrdig bestraft werden muss. In diesem Fall ist der Ausdruck „Rollenspiel“ angebracht.

Insgesamt gesehen ist die erotische Strafe ein weites Feld, die ĂŒber die Definitionsmöglichkeiten eines Lexikons weit hinausgehen. In einem weiteren Artikel wird das gesamte Spektrum erotischer Strafen unter Einschluss der Körperstrafen erlĂ€utert.

Ähnliche Themen sind „erotische Verhöre“ und „erotische Folter“.

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