SM

rotlicht6060.jpg Diese Seite über die Abkürzung SM kann Ausdrücke aus dem Rotlicht-Jargon enthalten. Die Erläuterungen dazu sind jedoch so dargestellt, dass keine Beeinträchtigung der Entwicklung Jugendlicher befürchtet werden muss.

Kurz gefasst - die Definition von SM im Lexikon

SM wird im englischsprachigen Raum aus dem Oberbegriff „BDSM“ abgleitet, und es bezeichnet jenen Teil, in dem sich Personen treffen, die Freude am Schmerz haben (Masochisten) und solche, die ein Vergnügen daran finden, andere einen Schmerz zuzufügen (Sadisten).

Ausführlich – SM: die Verwendung

In Deutschland hat man sich angewöhnt, „SM“ als Abkürzung für das gesamte Spektrum sogenannter BDSM-Aktvitäten zu wählen, insbesondere aber für solche, die mit Dominanz und Unterwerfung (DS) zu tun haben. Auch die Langformen, also „Sadomasochismus“, kurz „Sadomaso“ genannt, werden (vor allem in der Presse) gerne verwendet.

Die ist irreführend, weil echte Sadisten eine Gefahr für die Menschheit darstellen und echte Masochisten sich selbst in Gefahr bringen. Bestenfalls sollte man von „sadistischen oder masochistischen Tendenzen“ sprechen, wenn Menschen Freude an der erotischen Beherrschung oder Unterwerfung haben.

Jeder Mensch, der im Alltag herrscht, kann im geheimen den Wunsch haben, sich in einer geschützten Umgebung zu unterwerfen. Auch die meisten anderen Personen, die in ihrem täglichen Leben Verantwortung tragen und mit Mühe und Not ein Erwachsenen-Dasein führen, träumen sich dann und wann in die Rolle eines unmündigen jungen Menschen hinein. Das ist üblicherweise die Grundlage für den Menschentyp, der heute als „Masochist“ bezeichnet wird. Sein Konterpart, der Sadist, hat hingegen Freude daran, einmal „richtig die Mäuse nach seiner Pfeife tanzen zu lassen.“ Und schließlich gibt es eine dritte Möglichkeit: Mal dies, dann wieder jenes sein oder spielen zu wollen. Das nennt man dann in der BDSM-Szene „Switcher“ („Wechsler“).

Man kann also getrost davon ausgehen, dass Personen, die im Umfeld des sogenannten „Sadomasochismus“ miteinander spielen, keine wirklichen „Sadisten“ oder echte „Masochisten“ sind.

Rollenspiele der „Sadomasochisten“

Wer gerne die Rolle eines Masochisten spielt, möchte zumeist schmerzlich erleben, wie ihm Leid zugefügt wird. Dabei will er physische Schmerzen ebenso erdulden wie die psychische Herabsetzung, vorausgesetzt, sie kommt aus der Hand der geliebten Person. Wer dieses Vergnügen nur gelegentlich und sehr diskret sucht, ist auf die Hilfe professioneller Rollenspieler angewiesen, beispielsweise in einem Domina-Studio. Dort können in einer relativen Sicherheit alle Arten von Pein ausgelebt werden, von der Freiheitsberaubung über die sexuelle Fremdkontrolle bis hin zum Rückfall auf eine Person, die wimmernd am Boden liegt und um Gnade bittet. Demütigungen, Entehrungen, Erniedrigungen und Herabsetzungen werden als psychische Elemente der Unterwerfung des Masochisten verwendet. Hinzu kommen Fesselungen, entehrende Kleidung, Nacktheit sowie körperliche Züchtigung oder physische Folter.

Extreme Spiele der sogenannten Masochisten

Obgleich die Spiele oft weitgehend mit den im Abschnitt „DS“ erwähnten Spielen identisch sind, gibt es doch einige Spiele, die besonders bei „Masochisten“ beliebt sind.

  • Szenen, in denen das Gefangensein eine Rolle spielt (Haft, Gefängnis, Psychiatrie, Folter).
  • Bis an die physisch möglichen Grenzen geschlagen zu werden.
  • Physische Demütigungen wie das Nacktsein vor anderen, bespuckt werden („Dominakuss“), sich auf den Körper urinieren lassen.
  • Als Mann „feminisiert“ zu werden, zum Beispiel weibliche Dessous oder High Heels zu tragen.
  • (Insbesondere) als Mann anal penetriert zu werden.
  • Als Spion oder Gefangener mit Elektrofolter behandelt zu werden.
  • Als Hexe einem mittelalterlichen Verhör (mit Folter) unterzogen zu werden.
  • Als Tier im Stall gehalten zu werden.

Der erwünschte Lustgewinn ist in hohem Maße von der Erfahrung der Rollenspieler oder der Rollenspielerin abhängig, der/die sich in der Rolle des Peinigers („Sadisten“) befindet. Da es wenige Sadistinnen und Sadisten mit den nötigen psychischen und anatomischen Kenntnissen gibt, treten oft professionelle Dienstleiter(innen) an ihre Stelle.

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