Singlebörsen

Singlebörsen - Kurzdefinition im Lexikon der Partnersuche

Singlebörsen sind virtuelle Marktplätze, um sich für eine Liebelei, Freundschaft, Partnerschaft oder Ehe anzubieten.

Singlebörsen - ausführliche Informationen

Singlebörsen sind virtuelle Marktplätze, an denen sich „Singles“ (Alleinstehende, Ledige) anbieten, um sich eine Partnerin oder einen Partner zu suchen. Der „Börsencharakter“ oder „Marktcharakter“ ergibt sich daraus, dass an diesem virtuellen Platz Angebot und Nachfrage zusammentreffen. Dabei bieten sich die Singles mit Grunddaten (Alter, Geschlecht, Wohnort, Bild) an, und äußern oft zugleich Wünsche an den Partner. Die Grunddaten können gegebenenfalls um Vorlieben (Lebensweise, Musikgeschmack), ausgeübte Sportarten, Liebhabereien (Hobbys) bestimmte Grundhaltungen oder Charaktereigenschaften ergänzt werden.

Technische Realisation

Technisch handelt es sich bei Singlebörsen um Datenbanken, in denen die zu veröffentlichenden Daten der Kunden (Benutzer, User) abgespeichert sind. Diese Datenbanken können ganz oder teilweise auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, in der Regel können jedoch nur Mitglieder Zugriff auf die Daten bekommen. Bei den meisten Anbietern (Betreibern) von derartigen Diensten ist ein voller Zugriff auf alle Daten erst nach der Bezahlung einer Gebühr möglich.

Verfahren

Die Kunden können als sogenannte „Vollmitglieder“ oder „Premiummitglieder“ dann in der Regel unbegrenzt in der Datenbank suchen, um einen passenden Partner zu finden. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel über E-Mail, gelegentlich werden auch andere Kontaktmöglichkeiten angeboten.

Matching und reine Singlebörsen

Wir ein sogenanntes „Matching“ (Partnervergleich, Partnerüberstimmungstest) über psychometrische und andere Persönlichkeitsdaten angeboten, so handelt es sich um eine Online-Partneragentur (Online-Partnervermittlung). Diese Daten müssen allerdings bereits bei der Anmeldung („kostenloser Partnertest“) angegeben werden. Nur bei wenigen Agenturen wird auch ein „nachträgliches“ Matching angeboten.

Viele Single-Börsen versuchen, ein „Matching“ über die Liebhabereien, Essengewohnheiten und andere belanglose Daten zu betreiben. Dies gilt als ebenso unseriös wie das Matching über Sternzeichen.

Verifikation der Suchenden und kostenlose Singlebörsen

Neben seriösen Partnersuchenden schleichen sich auch häufig sogenannte „Fakes“ (Falschprofile), Abzockern (Mehrwert-Telefonate, Mehrwert-SMS) oder Scammer (Vorschussbetrüger) in die Singlebörsen ein. Die großen Anbieter haben aufwendige Verfahren, entwickelt, um dies zu vermeiden. Vor allem sogenannte „kostenlose“ Singlebörsen werden von derartigen Personen förmlich überschwemmt. Bei Bezahlmodellen sorgen zumeist die „Abonnementshürden“ dafür, dass Betrüger vor der Tür bleiben.

Bezahlmodelle in Singlebörsen

Üblich ist eine dreimonatige, halbjährliche oder jährliche Mitgliedschaft. Während der Laufzeit kann dann unbegrenzt in der Datenbank gesucht werden und Mitglieder können angeschrieben werden. Bei fast allen Anbietern ist zu beachten, dass man leicht in die „Abofalle“ gerät – dabei wird die einmal gewählte Form der Bezahlung einfach verlängert. Es empfiehlt sich daher, die Abonnements kurze Zeit nach Abschluss sofort wieder zu kündigen.

Alternative Bezahlmodelle haben sich nicht bewährt, zum Beispiel jede Form der „Zahlung pro Kontakt“ oder die Unsitte, „pro Email-Adresse“ zu bezahlen.

Bewerter, Helfer und Magazine

Um den „Dschungel“ der Branche zu lichten, haben sich zahllose Bewerter, Tester, Helfer und Online-Magazine herausgebildet. Die ausführlichste Testseite hat ohne Zweifel der „Singlebörsen-Vergleich“, die informativste und kritischte, unabhängige Berichterstattung mit Nachrichten aus der Welt des Dating und der Liebe findet man bei der Liebepur.

Vorgänger, Historie

Bei der Single-Börse existiert kein eigentlicher „Vorgänger“, da erst die mit technischen Mitteln transparent gehaltene, mehrfach indizierte Datenbank die uneingeschränkte Suche ermöglichte. Selbst die Zeitungsanzeige ist kein eigentlicher Vorgänger, weil sie in der Regel nur eine Woche lang als wirklich aktuell gilt.

In der Vergangenheit versuchten jedoch immer wieder relativ merkwürdige Anbieter, „Ehen per Korrespondenz“ anzubieten - dies kommt der heutigen Kontaktaufnahme über E-Mail recht nahe.

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