Sexualität

Sexualität als Begriff

Sexualität (Geschlechtlichkeit) ist ein Sammelbegriff für die Möglichkeiten der Fortpflanzung und des Lustgewinns. Soweit Menschen und Bonobos betroffen sind, steht die Fortpflanzung dabei nicht unbedingt im Vordergrund – Sexualität ist vielmehr Teil des ganz normalen sozialen Lebens. Heterosexualität heißt diejenige Sexualität, die als „normal“ gilt – der Mann liebt die Frau und die Frau den Mann.

Abgrenzung

Man kann einzelne menschliche Äußerungen nicht als „sexuell“ bezeichnen, nur, weil sie auf das Interesse am anderen Geschlecht abzielen. Allerdings ist es möglich, die Sexualität als immerwährendes Spiel zu bezeichnen, das zahllose Facetten hat.

Sexuell zu erotisch

Im Allgemeinen wird etwas als erotisch beschrieben, wenn die Sexualität darin enthalten ist, aber nicht deutlich erkennbar wird.

Sexuell zu pornografisch

Sexuelle Handlungen sind natürliche Lebensäußerungen und deshalb nicht „pornografisch“. Um etwas als „Pornografie“ zu bezeichnen, muss es die plastische, aktive und realistische Darstellung des Geschlechtsakts ohne Beiwerk enthalten.

Sexuell zu pervers

Die Einteilung in „sexuell pervers“ und „sexuell normal“ ist im Allgemeinen willkürlich, soweit gesunde Erwachsene betroffen sind.

Sexualität und Gleichgeschlechtlichkeit

Als „Homosexualität“ gilt die Veranlagung, sich überwiegend oder ausschließlich dem eignen Geschlecht zuzuwenden. Als „Bisexualität“ bezeichnet man den Wunsch, sich etwa gleichwertig beiden Geschlechtern zuzuwenden und den Konflikt dabei zu spüren. Die Menschen, die aus sexuellem Genuss und sexueller Gelegenheit beide Geschlechter sexuell attraktiv finden, nennt man heteroflexibel. Alle Begriffe , die unsere Sexualität etikettieren, sind „aufgesetzt“, also angenommen oder zugewiesen, auch der Begriff „Heterosexuell“.

Sexuelle Identitäten und willkürliche Zuweisungen

Eine sexuelle Identität ist das Ergebnis einer festen sexuellen Orientierung. Mit anderen Worten: Wer sich auf eine Geschlechterrolle festgelegt hat, sei es durch eigene Entscheidung oder durch eine Grundkonstellation, hat seine „sexuelle Identität“ gefunden. Allerdings sind beide Begriffe umstritten, weil sie voraussetzen, das ein entsprechendes „Etikett“ für die Befindlichkeit gefunden werden muss.

Willkürliche Zuweisungen (Etikettierungen) sind Begriffe, die sich aus dem momentanen Handeln oder Denken der Person oder aus seinem Lebensstil ergeben. Dazu gehören auch Zuweisungen wie „lesbisch“, „bi“ oder „schwul“,wenn sich der andere nicht damit identifizieren kann.

Viele neue Begriffe, wie etwa „metrosexuell“ oder „sapiosexuell“ sind Modewörter, die keine verbindliche Bedeutung haben.

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