Selbstbild (Das Selbstbild)

Kurz gefasst - die Definition im Lexikon von Selbstbild

Das Selbstbild ist eine innere Bibliothek des Menschen, in der seine Vorstellungen von den eigenen Eigenschaften und dem eigenen Wesen vereinigt sind.

Ausf√ľhrlich - die Erl√§uterungen

Das Selbstbild bezeichnet die Art, wie man sich selber, mitsamt seinen Vorstellungen und Eigenschaften, sieht. Als Gegensatz dazu wird oft das Fremdbild angef√ľhrt, also die Art, in der einen anderen Menschen sehen.

Selbstbilder sind nicht statisch, sonder dynamisch. Sie entwickeln sich mit dem Lebensalter, den Erfahrungen und den Begegnungen.

Die im Laufe der Jahre entwickelten Selbstbilder k√∂nnen voneinander abweichen, je nachdem, in welcher sozialen Umgebung und unter welchen Bedingungen man sie erfahren hat. Da die Person nicht immer ‚Äěselbst zentriert‚Äú handelt, k√∂nnen auch spielerische Selbstbilder (Rollen) zum Einsatz kommen, die ersatzweise an die √Ėffentlichkeit gebracht werden. Insofern ist umstritten, ob der Begriff des ‚ÄěSelbstbildes‚Äú √ľberhaupt haltbar ist.

Solange man sich anderen Menschen nicht n√§hert, ist es v√∂llig unerheblich, welches Selbstbild man hat, solange man nicht ausdr√ľcklich darunter leidet. Erst bei der Ann√§herung an andere Menschen kann das jeweilige Selbstbild infrage gestellt werden.

Ob das situative Selbstbild mit dem Fremdbild √ľbereinstimmt, ist dabei solange unerheblich, solange keine Beziehungen irgendwelcher Art gew√ľnscht werden. Erst wenn wir uns eine Beziehung w√ľnschen. Interessiert uns in der Regel das Fremdbild, also:

- Es ist uns gleichg√ľltig, was die B√§ckereiwarenverk√§uferin √ľber uns denkt, wenn unser Ziel ist, bei ihr Br√∂tchen zu kaufen.
- Es ist uns nicht gleichg√ľltig, was sie √ľber uns denkt, wenn wir mit ihr flirten wollen.
- Es ist uns gleichg√ľltig, was der Personalchef von M√ľller & Co √ľber uns denkt, wenn wir ihm zuf√§llig an der Theke begegnen.
- Es ist uns nicht gleichg√ľltig, was derselbe Personalchef denkt, wenn wir ihm als Bewerber gegen√ľbersitzen.

Manche Menschen ignorieren die Tatsache, nicht so gesehen zu werden, wie sie andere sehen, wieder andere sind sogar stolz darauf. Lediglich diejenigen, deren Wohlergehen von der Meinung anderer abh√§ngig ist, w√ľnschen stets, dass ihr Selbstbild dem Fremdbild entspricht.

Wenn ein Mensch allerdings darunter leidet, dass sein Selbstbild permanent und √ľberall infrage gestellt wird, kann dies zu psychischen Schwierigkeiten f√ľhren.

Besonders bei der Partnerwahl werden Menschen schnell enttäuscht, wenn ihr Selbstbild als Frau (Partnerin) oder Mann (Partner) vom anderen nicht akzeptiert wird.

Abhilfe bei Störungen

Störungen entstehen, wenn die Art, in der man sich selbst sieht (Selbstbild) und der Art, wie einen andere sehen (Fremdbild) Unterschiede bestehen, die als störend empfunden werden. Abhilfe ist normalerweise recht einfach. Das situative Selbstbild kann ebenso korrigiert werden wie das Fremdbild. Normalerweise wird das Selbstbild durch Kommunikation korrigiert, namentlich durch sogenannte Feedback-Prozesse. Dadurch ist es möglich, folgende Sachverhalte zu klären:

- In welcher Weise siehst du mich eigentlich? - Was st√∂rt dich an mir und meinem Verhalten? - Du siehst mich in einer bestimmten Weise, aber ich bin wirklich nicht so, wie du denkst ‚Äď das k√∂nnten wir aber kl√§ren. - Ist das Fremdbild negativ, obgleich man sich selbst anders sieht, w√§re zu kl√§ren:

- Wie kann ich erreichen, dass die anderen die Eigenschaften in mir sehen, die sich selbst in mir sehe?

Solche Probleme k√∂nnen m√∂glicherweise durch bessere Selbstkontrolle, aber auch durch neue Verhaltensweisen beseitigt werden. N√∂tigenfalls kann eine Verhaltenstherapie helfen, die Eigenschaften besser herauszuarbeiten, die man in der √Ėffentlichkeit zeigen m√∂chte.

Synonyme, Redewendungen und verwandte Begriffe

* Das ICH, das SELBST, das Ideal-ICH, die Selbstwahrnehmung, das Selbskonzept, der Charakter, die Persönlichkeit.

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