Heiratsbüros

Die Kurzfassung im Lexikon (historischer Begriff)

Heiratsbüros heißen die Partnervermittler des 19. Jahrhunderts. Sie gehörten zu den sogenannten „Adressbüros“, die allerlei Adressen nach wiesen, unter andrem auch solche von Ehesuchenden.

Ausführlich - die Verwendung

Heiratsbüro ist die übliche Bezeichnung für einen Ehevermittler im 19. Jahrhundert. Bereits damals gab es ausgesprochen widersprüchliche Meinungen über die Qualität der Vermittlung. Dies geht bereits aus einer Ausgabe des Brockhaus aus dem 19. Jahrhundert hervor, in dem angedeutet wird, dass es bei dieser Art Büros nicht immer mit rechten Dingen zuging. Im Brockhaus heißt es deshalb über Ehe- und Heiratsbüros:

Wird der Maklerlohn für Nachweisung versprochen, so muss dem Betreffenden irgend eine für die Verheiratung mit der nachgewiesenen Person erhebliche, ihm bisher unbekannte Tatsache mitgeteilt sein, sei es die Existenz jener Person als einer heiratsfähigen, sei es eine andere Tatsache, welche es ihm wünschenswert erscheinen lassen, sich mit dieser Person zu verbinden. Macht sich der Heiratsvermittler betrügerischer Vorspiegelungen schuldig, so kommen in strafrechtlicher und zivilrechtlicher Beziehung die Bestimmungen über den Betrug zur Anwendung.“

Quelle: Brockhaus (Retrolib)

Synonyme, Redewendungen und verwandte Begriffe

Tools

Ans Herz gelegt:


Alle Beiträge © 2007 - 2017 by liebesverlag.de
Kontaktseite, Impressum und Telefon-Nummer