Erotische Folter

Folter - geächtet und menschenverachtend

Die Folter als solche ist eine widerwärtige Handlung, die westliche wie östliche Geheimdienst benutze, um Geständnisse zu erpressen. Besonders infam war dabei die Hexenfolter im Mittelalter, die dazu diente, Geständnisse über gar nicht begangene Taten zu erpressen.

Wie kann Folter dann erotisch sein?

Die erotische Folter besteht zumeist darin, dem Partner körperliche Qualen zuzufügen. Psycho-Qualen sind in der erotischen Folter seltener. Dabei werden die Vorbilder aus mittelalterlichen und aktuellen Foltermethoden genommen. Dabei wird entweder versucht, den noch vorhanden Widerstand des anderen spielerisch zu brechen, oder ihn an die Grenze seiner Schmerzlust zu bringen. Gelegentlich will der Partner auch einfach zeigen, „was er aushalten kann“. Darüber hinaus besteht die erotische Folter oftmals in der sexuellen oder sinnlichen Überreizung des Körpers. Wer diese Praxis verurteilen will, sollte sich darüber klar sein, dass eine erotische Folter normalerweise anhand eines vorher vereinbaren Skripts abläuft – oftmals sogar gegen Bezahlung. Im Wortsinn handelt es sich also nicht um Folter, sondern um ein gewagtes Spiel mit dem Schmerz.

Brechen des restlichen Widerstands

Dieses Spiel erklärt sich daraus, dass der unterwürfige Partner darauf besteht, nicht verantwortlich zu sein für das, was er später tun wird. Obgleich dis beinahe unglaublich klingt, wird es doch in dieser Form durchgeführt. Es wäre unethisch, hier sämtliche Methoden zu beschreiben, die dabei angewendet werden, jedoch liegen die Vorbilder tatsächlich in mittelalterlichen und aktuellen Foltertechnologien.

Dem Partner zeigen, wie standhaft man den Schmerz erträgt

Es mag ein merkwürdiger Liebesbeweis sein, Schmach, Pein und Schmerz zu ertragen. Dennoch wurde er auch in früheren Zeiten bereits als „Liebesdienst“ anerkannt, für die Geliebte „Heldentaten“ zu vollbringen oder sich vor ihr zu erniedrigen. Seit der „Geschichte der O“ gilt die Hingabe an den Schmerz und die Peinigung literarisch ohnehin als Liebesbeweis.

Sexuell überreizen

Neu ist die sexuelle Überreizung, bei Männern zum Beispiel durch die ständige Stimulation von Penis und Prostata. Bei Frauen wird häufig eine besondere Art des Vibrators verwendet.

Äußerste Vorsicht ist angebracht

Da die Grenze der Freiwilligkeit bei vielen BDSM-Spielen fließend ist, wird allgemein davon abgeraten, sich in die Rolle des Folteropfers zu begeben. Dies gilt vor allem, wenn man sich nicht sicher sein kann, dass bestimmte Regeln eingehalten werden, besonders die Möglichkeit, das Geschehen zu unterbrechen oder abzubrechen. Als erotische Folter wird oft auch das „Durchkitzeln“ bezeichnet, sodass ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen harmlosem Spiel und schmerzintensivem Rollenspiel gezogen werden kann.

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